Aktuell

Bozas

Bohröl-Zuführapparate

Schon seit Beginn unserer Maschinenproduktion haben wir immer grössten Wert darauf gelegt, auch brauchbares Zubehör mit anbieten zu können. Im Bereich der Bohröl-Zuführapparate (Bozas) wurde daher die etwas unkoordinierte Entwicklung der Vergangenheit zurückgeführt auf ein logisch geordnetes Baukastensystem, das es erlaubt, ältere Maschinenmodelle gleichermassen zu bedienen wie diverse Neuentwicklungen. Auch alle notwendigen Sonderausführungen konnten aus diesem Basis-Programm heraus verwirklicht werden.

In allen Bohr-Bereichen (bis 50; 100; 200; 250; 400 und 500mm) werden Lösungen für Stirnabdichtung, hochgenaue Konenspannung oder Schwerlastausführung für den Backenfutterbetrieb angeboten – wahlweise für stehende oder gegenläufig rotierende Werkstücke.

Bis zur Baugrösse 100 sind alle Bauteile gehärtet und geschliffen – bei den grösseren Modellen alle Funktionsflächen. Kopf, Grundkörper und Bohrrohrabdichtung sind getrennt und können somit ausgetauscht oder (je nach Anschlusslage) gegeneinander verdreht montiert werden. Durch federndes Anlegen der Anbohrbuchse an das Werkstück werden Lecköl und störende hydraulische Gegenkräfte minimiert.

Das Programm wird derzeit abschliessend bearbeitet und danach von der Firma Hugo Reckerth GmbH weitergepflegt.

 

Schwingungsdämpfer

Schwingungsdämpfer

 

Im Zuge der Anpassung der Bohröl-Zuführungen an weiterentwickelte Bohrverfahren wurde deutlich, dass auch der Bereich „“Schwingungsdämpfer““ dringend einer Regeneration bedarf. Die jahrzehntelang angebotenen handverstellbaren und „“einseitigen““ Modelle genügen den heutigen Anforderungen nur noch bedingt. Wachsende Bohrtiefen und teilweise Mehrspindligkeit auch bei größeren BTA-Maschinen erfordern eine immer größere Anzahl an gleichzeitig eingesetzten Geräten – und allein schon die Sicherheitsvorschriften machen eine Ansteuerung von außerhalb unentbehrlich.

Angepasst an gängige Maschinen- und Boza-Typen sind nun fünf Baugrössen vorgesehen, wobei die Einspannmasse der bisher am Markt vorhandenen Modelle weitestgehend beachtet wurden und die Verlustlängen nicht grösser bzw. meist sogar kürzer ausfallen. Vorgesehen sind Bereichsgrenzen bei Rohr-Durchmesser 43; 82; 142; 238 und 382mm – die Staffelung läuft somit weitgehend mit den Boza-Bereichen syncron. Bereits im Einsatz sind die Grössen 3 + 4 (Bohrrohr max. 142 bzw. 238mm). Die Grössen 1 + 2 folgen kurzfristig, und abgeschlossen wird die Baureihe mit der Grösse 5 (Bohren 200 – 400mm / Bohrrohr 190 – 382mm). Wie bei den Bozas sind die Bauteile kleinerer Modelle gehärtet und geschliffen – ansonsten die Funktionsflächen.

Selbstverständlich können die Schwingungsdämpfer nun für „“stossendes““ oder „“ziehendes““ Bohren gleichermassen eingesetzt werden und sind wahlweise pneumatisch oder hydraulisch fernverstellbar. Der Lagerraum ist vollständig abgedichtet und mit Öl gefüllt. Die (bohrrohr-abhängigen) Dämpfungsbuchsen sind leicht wechselbar, und beim Umrüsten auf andere Bohrrohre kann auch die rotierende Dämpfungsmasse je nach Bedarf halbiert oder verdoppelt werden.

Das Programm wird derzeit abschliessend bearbeitet und danach von der Firma Tibo-Tiefbohrtechnik GmbH weitergepflegt.

 

Drei Baugrößen unter einem Hut …

Zuführung 50-250 mm (rotierend / modifiziert)

können wir ab sofort innerhalb unseres Boza-Programms anbieten. Nachdem bislang (je nach Hersteller) für den Bohrbereich von 50-250 mm im Allgemeinen drei unterschiedlich grosse Geräte eingesetzt (und gewechselt!) werden mussten, haben wir unsere Standardausführung Grösse 3 (50-200 mm) um 50 mm erweitert und damit wiederholten Kunden- wünschen entsprochen. Die vorder- und rückseitigen Flanschverbindungen wurden entsprechend der erweiterungsbedingten Zunahme der Innenkräfte verstärkt und für den Grundkörper wird generell Stahl verwendet. Infolge der möglichen Trennung der Anbohrseite bzw. der Bohrrohrabdichtung vom Grundkörper könnte man diese Baugruppen auch direkt an Anfahrschlitten oder Anbohrböcke anflanschen.

 

Tiefbohreinheiten …

TBE8/1-250 (mit Motorspindel)

entsprechen im Allgemeinen dem werkzeugseitigen Aufbau von Tiefbohrmaschinen, allerdings mit der Massgabe, als Einbauelement ohne Einschränkung der Funktionen möglichst wenig Raum zu beanspruchen. Daher bieten wir eine Tiefbohreinheit an, deren Grundaufbau über die gesamte Länge nicht breiter als 100mm ist. Bei direktem Einbau stellt eine verschiebbare Anbohrführung den Kontakt zum Werkstück her – bei Montage auf einem Anfahrschlitten ist meist eine starre Anbohrführung von Vorteil. Die kompakteste Version (für Bohrungen bis ca. 5mm) enthält eine halbschalengeklemmte Motorspindel, hinter der innerhalb des Bohrschlittens auch der Servomotor für den Bohrvorschub angeordnet werden kann, sofern das Flanschmass 70x70mm nicht übersteigt. Für den Bohrbereich bis 10mm sind riemengetriebene Standardspindeln mit obenliegendem Antriebsmotor im Programm. Die Drehzahlvorgabe erfolgt üblicherweise über Frequenzumrichter. Für einfache Bohrvorschubverhältnisse wird auch ein kostengünstiger frequenzregelbarer Vorschubantrieb angeboten.

Die Anschlüsse für die Bewegung der Anbohrführung, für die Rückspüleinrichtung oder für die Druckschmierung beim Einsatz von Tauchspindeln befinden sich alle am hinteren Ende der Tiefbohreinheit. Von dort aus führen nur noch innenliegende Kanäle in den Arbeitsbereich, weshalb diese Einheiten ganz besonders für den Einsatz in Rundtaktmaschinen mit ihren eingeschränkten Platzverhältnissen geeignet sind.